Teebaumöl – ein Hausmittel gegen Nagelpilz?

7. May 2010

Nagelpilz ist eine sehr lästige Erkrankung, und gerade die systemische Behandlung mit Tabletten weist eine lange Liste von möglichen Nebenwirkungen auf. Es ist daher verständlich, dass Betroffene nach einem Hausmittel gegen Nagelpilz suchen. Und sehr schnell stoßen sie auf das Teebaumöl, das als wirksames Mittel gegen Nagelpilz (auch Nagelmykose oder Onychomykose genannt) angepriesen wird. Was steckt nun hinter dieser Behandlung gegen Onychomykose?

Zunächst einmal muss man die falsche Annahme klären, dass Teebaumöl irgendetwas mit Tee zu tun habe. Dies ist nicht der Fall, Teebaumöl stammt von einem australischen Baum der Teebaum genannt wird, mit lateinischen Namen Melaleuca alternafolia. Er enthält eine ganze Reihe von natürlich aktiven Wirkstoffen, als der wichtigste wird Terpinen-4-ol angesehen. Um das Öl und den Wirkstoff zu gewinnen werden Blätter und Zweige des Teebaums mit einer Dampfextraktion behandelt.

Teebaumöl ist seit langem Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen, und eine erstaunliche Vielfalt von möglichen Anwendungsgebieten wurde dabei herausgefunden. In der Tat weist der Wirkstoff Terpinen-4-ol antibakterielle, antimykotische und antivirale Eigenschaften auf. Hinzu kommt die Eigenschaft der etherischen Öle, auch durch dicke Schichten zu generieren, also auch durch den Nagel.

Es gibt eine ganze Reihe von klinischen Studien die die Wirksamkeit von Teebaumöl bei Nagelpilz belegen. In einer Vergleichsstudie zu einer Lösung mit Clotrimazol konnte es eine vergleichende Wirksamkeit bei Nagelpilz zeigen (1). Es ist in der Apotheke preisgünstig und ohne Verschreibung erhältlich, es ist einfach anzuwenden und als natürliches Mittel erscheint es auf den ersten Blick vorteilhaft in Bezug auf die Nebenwirkungen.

Allerdings – und darauf muss deutlich hingewiesen werden – ist Teebaumöl bei weitem kein Wundermittel. Seine antimykotischem Eigenschaften sind zwar ausgeprägt, aber nicht so groß wie bei den chemischen Mitteln gegen Nagelpilz. Die oben genannte Studie zeigt auch das, denn eine Anwendung einer Lösung zur äußerlichen Behandlung von Nagelpilz ist heute obsolet. Topische Nagellacke können wesentlich besser und anhaltender den Wirkstoff in den Nagel difundieren lassen als eine Lösung. Und während die herkömmlichen äußerlich angewendeten Produkte gegen Nagelpilz fast frei von Nebenwirkungen sind, so gibt es bei Teebaumöl durchaus das ernstzunehmende Risiko von allergische Reaktionen. das Bundesinstitut für Risikobewertung weist auf diesen Umstand ausdrücklich hin: “Das Institut kommt nach Prüfung der vorliegenden Daten zu dem Schluss, dass unverdünntes oder hochkonzentriertes Teebaumöl Hautreizungen und allergische Hautreaktionen auslösen kann.” (2)

Als Fazit kann man wohl den Schluss ziehen, dass man durchaus probieren könnte, eine kleine Stelle Nagelpilz mit Teebaumöl zu behandeln. Solange keine allergische Reaktion auftaucht besteht kein Grund zur Sorge. Allerdings sollte auch das Produkt gewechselt werden, falls sich kein Erfolg zeigt. Unabhängig davon kann eigentlich bei Nagelpilz immer der Besuch des Arztes dringend empfohlen werden, weil nur dieser die Diagnose sicherstellen kann die geeignete Therapie empfehlen kann.

Quelle:
(1) Buck DS, Nidorf DM, Addino JG.: Comparison of two topical preparations for the treatment of onychomycosis: Melaleuca alternifolia (tea tree) oil and clotrimazole.J Fam Pract. 1994 Jun;38(6):601-5.

(2) Stellungnahme des BfR vom 1. September 2003; http://www.bfr.bund.de/cm/206/verwendung_von_unverduenntem_teebaumoel_als_kosmetisches_mittel.pdf

Nagelpilz entfernen

26. April 2010

Nagelpilz gehört zu den Krankheiten in der Dermatologie, die eigentlich vollständig geheilt werden könnten. Es gibt Substanzen, die die Erreger von Nagelpilz vollständig abtöten. Dennoch ist es in der Praxis sehr schwierig Nagelpilz entfernen.

Woran liegt das der Nagelpilz entfernen so schwierig ist?

Das Hauptproblem liegt darin, dass der Nagelpilz im Inneren des Fingers wächst und für eine äußerliche Behandlung kaum erreichbar ist. Wenn man also den Nagelpilz entfernen möchte, muss man an die Wachstumszone gelangen, und hierzu ist in der Regel eine Behandlung mit einem oralen Mittel gegen Nagelpilz notwendig.

Umgekehrt ist es allerdings auch schwierig, den Nagelpilz mit einer reinen Tablettenbehandlung zu heilen. Denn der Nagel wächst langsam, und über die gesamte Länge des Nagels hinweg an der Nagelpilz in aller Ruhe weiter wachsen.

Problem Nebenwirkung bei der Behandlung von Nagelpilz

Auch wenn es also sinnvoll ist, den Nagelpilz innerlich zu behandeln, so schrecken viele Patienten vor der Nebenwirkungen der Produkte wie beispielsweise der Wirkstofftherapie mit Terbinafin zurück. Inzwischen gibt es jedoch neue Ansätze, mit einer Intervalltherapie dieses Problem zu lösen. Weitere Informationen zum Thema Nagelpilz entfernen mit reduzierter Dosis von Terbinafin gibt es bei den bekannten Dermatologen Prof. Abeck im Dermatologie Portal

Das Optimum bei Nagelpilz: Lokal + systemische Therapie .. und viel Zeit

Das gefährlichste an der Behandlung von Nagelpilz ist der Mensch selber. Denn nur eine konsequente Therapie mit den richtigen Antimykotika kann den Nagelpilz sowie die sehr lange überlebenden Sporen wirklich ausrotten. Wer nach einer Zeit von drei Monaten seiner Behandlung abbricht, wird mit größter Wahrscheinlichkeit bald wieder einen Befall den Nagel aufweisen. Damit fängt die Behandlung wieder von vorne an. Wie bei Antibiotika gilt auch:  lieber konsequent als ängstlich.

Allerdings muss auch gesagt werden, dass ein Befall mit Nagelpilz oft Anzeichen für eine Immunschwäche ist, so dass manche Menschen immer wieder hiervon betroffen werden.

Nagelpilz: nach der Behandlung ist vor der Behandlung

9. June 2009

Leider ist Nagelpilz eine sehr anhängliche Erkrankung. Es besteht ein konkretes Risiko, dass das Problem wieder auftaucht. Die Ursache ist nicht ganz eindeutig zu erklären, aber sicherlich hängt dies sowohl mit den noch vorhandenen Pilzsporen wie auch die latent vorhandenen Defizite im Immunbereich zusammen.

Curvularia harveyi

Daher ist das wichtig, einige wichtige Regeln zu befolgen.

  • Jede Behandlung sollte konsequent bis zum Ende durchgeführt werden. Auch wenn alles scheinbar wieder in Ordnung  ist, sollte noch einige Zeit anschließend weiterbehandelt werden. Sinnvoll ist ein Zeitraum von etwa 2-4 Wochen.
  • Prüfen Sie, ob Sie eine Infektion mit Fußpilz haben. Dies ist sehr häufig der Fall, und oft ist es gar nicht klar, ob der Nagelpilz durch den Fußpilz oder umgekehrt ausgelöst wird.
  • Benutzen Sie ein Antimykotikum-Puder oder Spray in den Schuhen
  • Wechseln Sie die Schuhe regelmäßig und bewahren Sie diese an einem trockenen Platz auf
  • Wechseln Sie die Sohleneinlagen regelmäßig, und lassen Sie diese gut austrocknen bevor sie wieder benutzt werden
  • Bei schwitzenden Füßen ein gutes Mittel gegen Schweiß auf die Füße auftragen
  • Die Duschmatte regelmäßig in heißem Wasser waschen, und vor der Dusche am besten ein paar Handtücher liegen, die nach der Benutzung gewaschen werden können
  • Die Dusche wöchentlich gründlich reinigen. Bleiche wirkt besser als antimikrobielle Reinigungsmittel
  • Achten Sie auf passende Schuhe. Schlecht passende Schuhe können zu kleinen Verletzungen der Haut führen, die als Eintrittspforte für Pilzerkrankungen dienen
  • Wenn Sie in ein Fitness-Studio oder in eine Turnhalle gehen, tragen sie Sandalen im Umkleideraum und laufen nicht barfuß herum
  • Frauen sollten möglichst keinen farbigen Lack benutzen. Lösungsmittel zum Entfernen schädigen den Nagel und erhöhen so das Risiko einer Infektion. Wenn auf einen farbigen Lack nicht verzichtet werden kann, nur für 3-4 Tage anwenden und dann weitere 3-4 Tage ohne ihn auskommen.
  • Die Nägel sorgfältig schneiden. Zu kurz geschnittene Nägel können die Haut verletzen und wie bereits erwähnt die Infektion durch einen Pilz erleichtern. Auch zu lange Nägel können den Nagel und die Haut verletzen und so die Infektion erleichtern

Nagelpilz ist eine schwer zu behandelnde Infektionskrankheit. Sie sollte daher sorgfältig und konsequent behandelt werden, und alles getan werden, damit die Füße trocken und ohne Schäden den Tag verbringen.

Nagelpilz erkennen und behandeln

28. May 2009

Etwa 10 % der Bevölkerung besitzt einen Nagelpilz. Medizinisch wird der Nagelpilz auch Onychomykose genannt.

Ein Nagel der mit Nagelpilz befallen ist erscheint weiß und fleckig, manchmal gelb-braun. Er kann sich an den Seiten krümmen, und im Zentrum und vorne extrem dick und brüchig werden. Die Vergrößerung des Nagels kann zu Beeinträchtigungen führen, und sogar Schmerzen und einwachsende Nägel auslösen.

Diabetiker und Menschen mit einem verminderten Immunsystem haben ein höheres Risiko Nagelpilz zu entwickeln. Weitere Risikogruppen für Nagelpil sind ältere Menschen, Sportler und Menschen mit Schweißfüßen. Das Risiko nimmt mit dem Alter zu.

Das Risiko eines Nagelpilzes ist auch mit dem Tragen ungeeigneter Schuhe verbunden. Gerade Sportler haben ein höheres Risiko, weil die Füße in den Schuhen in einem feuchten Klima “leben” und einer regelmäßigen erhöhten Belastung ausgesetzt sind. Besonders betroffene Sportarten sind Laufen, Wandern, Fußball, Basketball und Tennis.

Pilze lieben feuchte warme Gegenden, gerade wie es schitzende Füße in luftundurchlässigen Schuhen in idealer Weise sind. Diese Umgebung erhöht das Risiko für Menschen mit Schweißfüßen.

Behandlung
Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Behandlungsansätze gegen den Nagelpilz.

Ein Ansatzpunkt ist eine orale Therapie mit Arzneimitteln wie Terbinafin. Terbinafin tötet den Pilz nicht direkt, es ist auch kaum möglich, weil der Nagel nicht durchblutet ist. Vielmehr wird dieser Stoff eingelagert und wächst mit dem Nagel hinaus. Er wirkt so praktisch als “Todeswand” gegen den Pilz. Die Behandlung ist daher langwierig und nicht immer von Erfolg gekrönt. Die Heilungsraten weisen eine weite Spanne auf, die von etwa 30-80 % erreicht. Die sehr unterschiedlichen Zahlen erklären sich dadurch, dass Alter, Behandlungs Dauer, Mit-Behandlung, Zahl der infizierten Nägel und Behandlung- Ziel sehr unterschiedliche Ergebnisse zur Folge haben.

Ein weiterer Punkt, der bei Terbinafin zu beachten ist, sind die Nebenwirkungen. Es können Erbrechen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Kopfschmerzen, Geschmacksstörungen auftreten. In seltenen Fällen können aber auch ernsthafte Nebenwirkungen auftreten, insbesondere im Bereich Leber.  Dergleichen ist deine verschreibungspflichtige und eine regelmäßige Kontrolle durch den Arzt empfohlen

Topisch (äußerlich) angewendete Produkte

Das Risiko der Nebenwirkungen bei der oralen Therapie brachte schon vor vielen Jahren die Forscher auf die Idee, die Nagelpilze von außen zu heilen. Nun ist natürlich das Problem vorhanden, dass eine normale Creme  oder Lösung kaum in den Nagel eindringen mag und schnell wieder ab gewischt wird. Daher entwickelte man spezielle Nagellacke, die mit Wirkstoffen wie Ciclopiroxolamanin auf dem Nagel aufgetragen werden, dort haften bleiben, und diesen Wirkstoff komplett in den Nagel deponieren lassen.
Auch hier gilt natürlich, dass dieser Lage kein Allheilmittel in allen Fällen sind. Sie wirken sehr gut, wenn der Pilz nur einige wenige Nägel befallen hat, und vor allem noch nicht die Wachstumszone am Finger erreicht hat. Als grobe Regel mag gelten, dass bei mehr als drei befallenen Nägern  eine zusätzliche orale Therapie fast unabdingbar für einen Erfolg der Behandlung ist.

Weitere Pflegeprodukte

Es gibt eine ganze Reihe von frei verkäuflichen Produkten, beispielsweise mit dem Wirkstoff Teebaumöl, die eine Heilung von Nagelpilz zu versprechen oder zumindestens den Eindruck erwecken, sie könnten einen Pilz heilen. In der Tat die Baumwolle auch eine Wirkung gegen Nagelpilz, und dies wurde in früheren Studien auch belegt. Trotzdem muss angemerkt werden, dass die Wirksamkeit arbeiten nicht an die von echten Antimykotika heranreicht, und zudem die Bombe allergische Erziehung aus lösen kann.

Entfernen der befallenen Nagelstellen.
Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass am Beginn der Behandlung wieder fallen Stellen sorgfältig entfernt werden sollten. Dies entfernt nicht nur die kranken Stellen, sondern erleichtert auch den Nagellacken den Zugang zu den befallenen Stellen. Sind Nägel an den Füßen befallen, so empfiehlt sich ein Besuch bei einem Podologen, auch medizinische Fußpfleger genannt. Diese verfügen über geeignete Instrumente, Nägel sehr ordentlich zu fräsen und möglichst viel kranke Nagelsubstanz zu entfernen.

Der Sommer kommt – und der Fußpilz auch

2. May 2009

Die Tage werden länger, es wird wärmer und bald beginnt die Zeit vom Freibad. Aber in dieser Zeit leiden auch die Füße besonders. Tagsüber in enge Schuhe eingeklemmt, bilden sich schnell feuchte Kammern, eine ideale Wachstumszone für den Fußpilz. Denn das ist genau, was der Pilz für sein Wachstum braucht: Feuchtigkeit, Nährstoffe (durch den Schweiß) und dazu noch die Gelegenheit, sich im Freibad von Fuß zu Fuß auszubreiten.

Wobei auch gesagt werden muss, dass viele Menschen einen Fußpilz dauerhaft mit sich herumtragen, ohne es zu bemerken. Solange in den Schuhen ausgeglichene Temperaturen herrschen, wenig geschwitzt wird und der Schweiß nicht rennt, bleibt der Fußpilz oft unentdeckt. Ändern sich die Wachstumsbedingungen, breitet er sich schnell aus.

Nun kommen die typischen Erkennungszeichen für den Fußpilz: die Haut wird rot, es juckt erbärmlich, die Haut kann schuppen und vor allem werden die roten Stellen schnell immer größer. Der Fußpilz wächst und breitet sich aus. Spätestens dann bemerkt der Mensch den Pilz, ein sehr unangenehmes Gefühl.

Fußpilz ist eine sehr häufige Erkrankung, fast ein Drittel der Bundesbürger leiden darunter. Es gibt gewisse Zusammenhänge mit dem Immunsystem, und bestimmte Altersgruppen und Volksgruppen sind deutlich häufiger betroffen. Zum einen sind dies Sportler, die sehr regelmäßig ihre Füße in diese feuchten Situationen bringen, aber auch Diabetiker leiden sehr häufig an Fußpilz.

Die Behandlung erscheint erst einmal einfach. Arzneimittel gegen Fußpilz gibt es günstig in jeder Apotheke zu kaufen. Allerdings sollte man einen wichtigen Fehler nicht machen, und dies ist sich zu früh sicher zu fühlen. Denn es reicht ein einziger Pilz aus, um die gesamte Krankheit wieder zur Erscheinung zu bringen.

Noch gefährlicher sind die Sporen der Fußpilze. Sporen können sehr lange und gut überleben, besonders in den Schulen. Es ist also sehr wichtig, Strümpfe gut zu waschen, und vor allem die Schuhe mit einem höchst desinfierendem Produkt zu behandeln. Und die Füße sollten mit der Pilzcreme auch mindestens eine Woche länger behandelt werden, wie die Symptome zu spüren sind.

Auch sollte darauf hingewiesen werden, dass es inzwischen Pilzerreger gibt, die gegen normale Pilzprodukte resistent sind. Tritt also nicht innerhalb von wenigen Tagen eine deutliche Besserung ein, sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen, um zum einen die Diagnose abzusichern, und zum anderen ein verschreibungspflichtiges Antimykotikum verordnet zu bekommen, dass meist ein deutlich breiteres Wirkstoffe kaum aufweist als die apothekenüblichen Präparate.

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